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Lembeck

Der Ortsname Lembeck ist auf den Inhaber eines bischöflichen Haupthofes zurückzuführen. Adolf von Lembeck. In der Nähe dieses Haupthofes entstand im Laufe der Jahrhunderte das schöne Wasserschloß "Schloß Lembeck".

Auf einer Fläche von ca. 52,7 km² leben heute ca. 5.300 Einwohner.

Lembeck war bis 1974 eigenständig und gehört seit der kommunalen Neuordnung der Stadt Dorsten an.


Geschichtliche Entwicklung:

1017 erste urkundliche Nennung des Ortes in einer Schenkung Kaiser Heinrichs II. Die Familie von Lembeck als Lehnsträger des Bischofs von Münster begegnet 1117 und 1184. Adolf von Lembeck tritt in bischöflichen Urkunden als Zeuge auf.

Es ist anzunehmen, dass die dem hl. Laurentius geweihte Pfarre bereits vorhanden war, als die Familie von Lembeck mit dem Haupthof, einem Eigentum des Bischofs von Münster, belehnt und ihr wahrscheinlich im 14. Jh. die Genehmigung erteilt wurde, eine Burg zu errichten.

Der mit der Burg verbundene Gogerichtsbezirk (Altschermbeck, Erle, Hervest, Holsterhausen, Lembeck, Rhade, Wulfen sowie anfangs auch noch Lippramsdorf und Raesfeld umfassend) kann als Grundlage für die "Herrlichkeit Lembeck" angesehen werden, die 1467 erstmals so in einer Urkunde benannt wurde.

1526 stirbt das Geschlecht der von Lembeck aus; ihm folgen die von Westerholt, deren letzte Namensträger 1670 und 1692 das Schloss ausbauen und erweitern. 1702 bringt es die Erbtochter des Dietrich Konrad Adolf von Westerholt durch Heirat in die Familie von Merveldt ein.

Die "Herrlichkeit Lembeck" kam 1803 mit dem Amt Ahaus unter die Regentschaft der Fürsten von Salm-Salm und Salm-Kyrburg und bildete ab 1.1.1811 eine Mairie des Kantons Haltern.

Im Mai 1812 erfolgte die Aufteilung in zwei Mairien, Lembeck und Altschermbeck, unter gleichzeitiger Erhebung der Kirchspiele zu politischen Gemeinden. Zur Bürgermeisterei Lembeck gehörten: Lembeck, Hervest und Wulfen; zur Bürgermeisterei Altschermbeck: Altschermbeck, Holsterhausen, Erle und Rhade.

1813 wurden beide Bürgermeistereien der Regierung zu Münster unterstellt und damit ebenfalls preußisch; 1816 zum Kreis Recklinghausen. 1825 Unterstellung beider Verwaltungen in Personalunion dem Bürgermeister in Wulfen. 1844 Umwandlung der Bürgermeistereien in Ämter.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung sind die beiden Ämter 1929 vereinigt und in "Amt Hervest-Dorsten" umbenannt worden. Verwaltungssitz blieb vorerst noch Wulfen. Nachdem aber am 1. April 1937 die Stadt Dorsten in den Amtsverband einbezogen wurde, erfolgte der Umzug nach Dorsten.

Zum 1. 1. 1975 erfolgte die Auflösung des Amtes Hervest-Dorsten.

Quelle: Stadtportal Herner Netz

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